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"Kölscher Kaviar" ist keineswegs eine rheinische Variante der bekannten
luxuriösen Gaumenfreude, sondern schlicht ein "Röggelchen"
(Roggenmischbrötchen) mit einer Scheibe Blutwurst; die heißt
auf kölsch "Flönz". Und wer einen "Halven Hahn"
bestellt, sollte sich nicht auf knuspriges Geflügel freuen, denn er
bekommt ein halbes Käsebrötchen mit Senf oder Zwiebelringen
serviert. Zu dem im ganzen Rheinland beliebten "Sauerbraten"
ißt man in Köln Kartoffelklöße und Apfelmus, und
zum "Hämchen" (Eisbein) gehört ein Röggelchen
oder Sauerkraut. "Himmel un Ääd" ist ein Gemisch
aus Apfelmus (Himmel) und Kartoffelpüree (Erde) mit gebratener
Blutwurst. Ein weiteres Kölner Traditionsessen sind "Rievkooche",
die aus rohen Kartoffeln zubereiteten Reibekuchen mit Apfelmus oder
Rübensirup. Und für "Miesmuscheln" hat der Kölner
eine Vorliebe: Zwischen September und April, in den Monaten mit "r",
bekommt man sie in fast jedem gutbürgerlichen Restaurant.
Das Kölsch ist ein Muß. Jedenfalls dann, wenn man die deftige Küche
der Kölner in einem der typisch rustikalen Brauhäuser kennenlernen will.
Vom Bistro mit rustikalem Thekencharme bis zum Edelrestaurant mit Auszeichnung -
in fast jedem Viertel Kölns ist das gastronomische Angebot groß
und vielfältig.
Zum Hotelguide:
Hotels in Köln
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